Krötenwanderung 2016

Erdkrötenpärchen - Foto: Udo Paepke
Foto: Udo Paepke
Foto: Sabrina Paepke
Kammmolch auf der Bauchseite - Foto: Udo Paepke
Foto: Udo Paepke

Krötenwanderung 2016: Zahlen - und viele kleine, gerettete Leben...

So viele waren es dieses Jahr!
- Ein herzliches Dankeschön an die emsigen Helfer!

12. März 2016

Auch dieses Frühjahr wieder helfen wir Kröten, Fröschen und Co.

Kaum werden die Tage und Nächte wärmer, machen sie sich auf den gefährlichen Weg zu den Laichgewässern. Dabei haben sie keine Wahl, wenn es um die Überquerung von Straßen geht, und sie finden nur allzu oft den Tod, wenn wir ihnen nicht zur Seite stehen.
Deshalb wird auch dieses Jahr wieder die BUND-Kreisgruppe Verden, zusammen mit weiteren engagierten Naturfreunden, den Kröten-Schutzzaun an der L171 betreuen.

Wenn auch Sie helfen wollen, dann melden Sie sich bitte bei Udo Paepke, Verden, Tel.: 04231 - 73397!

Zeit der Frösche und Kröten im Landkreis Verden

> Artikel in der VAZ vom 1.3.2016 hier

> Artikel in der Kreiszeitung vom 5.3.2016 hier

Was Sie sonst noch tun können...

Unabhängig davon, ob Sie Zeit haben an dieser Aktion teilzunehmen, denken Sie bitte daran, Ihren Garten amphibienfreundlich zu gestalten!


Gullys, Kellertreppen, Lichtschächte und dergleichen sollten mit Aufstiegshilfen und Gittern versehen werden, damit sie nicht zu Todesfallen für die Tiere werden.


Und verwenden Sie keine Pestizide! Sie sind tödlich, nicht nur für Frösche und Kröten, sondern auch für Bienen, andere Insekten und sonstige tierische Nützlinge, die wir uns in unserer Nachbarschaft wünschen.

Wie wär's mit einem naturnahen Gartenteich?! - Er bringt Leben und spannende Beobachtungsmöglichkeiten für Sie.

 

 

Fotos: Dr. Manfred Liebsch

Eine Chance durch Sie!

...GESCHAFFT!

Die BUND-Kreisgruppe Verden hat 2015 die Betreuung eines Amphibienschutzzaunes an der Landstraße L171 zwischen Verden und Kirchlinteln übernommen.

Ergebnisse der Sammelaktion:

Jahr

2015

Amphibienart

Anzahl

Erdkröte:

1.519

davon weiblich: 676

Grasfrosch:

7

Grünfrosch:

5

Teichmolch:

17

Gesamtzahl:

1.548

Die neu gegründete Krötengruppe des BUND rettete 1.548 Amphibien das Leben an der L171 in Kirchlinteln. - Der Amphibienschutzzaun war vom Landkreis Verden als Untere Naturschutzbehörde aufgestellt und wieder abgebaut worden. Unter der Leitung von Udo Paepke hat die BUND-Kreisgruppe Verden in diesem Jahr mit weiteren HelferInnen, die sich aufgrund eines Presseberichts gemeldet hatten, die Betreuung eines 900 m langen Schutzzaunes in Kirchlinteln übernommen.

So genannte Krötenzäune hindern die Amphibien daran über die Straße zu hüpfen. Bei dem Versuch das Hindernis zu umgehen, fallen die Amphibien in Fangeimer, die in regelmäßigen Abständen am  Zaun eingegraben sind. Zur Betreuung eines Krötenzauns müssen die freiwilligen Helfer die Eimer mindesteins einmal täglich kontrollieren und die Kröten einsammeln.

Die gefangenen Amphibien wurden registriert  ( Anzahl, Art, Geschlecht) und auf der gegenüber liegenden Straßenseite wieder ausgesetzt. Die Sammelaktion des BUND dauerte vom 28.02.2015 bis zum 14.04.2015.

Naturschutzrechtlich sind alle heimischen Amphibienarten besonders geschützt. Man darf sie also z. B. in allen Entwicklungsstadien nicht der Natur entnehmen oder sie töten. Kammmolch, Moorfrosch, Kleiner Wasserfrosch und Kreuzkröte sind sogar streng geschützt, d. h., es gibt zusätzlich besondere Anforderungen an den Schutz ihrer Lebensräume.

Die Hilfe für Amphibien an Straßen ist bei der vorhandenen Dichte des Straßennetzes in den Städten und Gemeinden eine wichtige Schutzmaßnahme. Wandernde Amphibien müssen Straßen überqueren, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen. Aber auch die Zunahme des Straßenverkehrs auf ehemals gering befahrenenen Straßen hat meist eine große Zahl überfahrener Amphibien zur Folge. Die BUND-Kreisgruppe Verden setzt sich daher engagiert für den Schutz dieser gefährdeten Kröten, Frösche und Molche ein.

Holzfällerarbeiten in der Zeit der Amphibienwanderung stellen im Bereich der Wanderstrecken eine zusätzliche und unnötige Gefahr für die Amphibien dar und müssen daher auf andere Zeiten des Jahres beschränkt bleiben.

Wer die BUND-Kreisgruppe Verden im nächsten Jahr beim Einsammeln der Kröten oder auf andere Weise unterstützen möchte, kann sich bei Udo Paepke unter der Telefonnummer 04231-73397 melden.

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Helfer für die Kröten gesucht!

Wir suchen Naturschutzinteressierte, die künftig bei der Betreuung eines Amphibienschutzzaunes an der Landesstraße L171 zwischen Verden und Kirchlinteln für einige Wochen im Jahr mithelfen.

Die Kröten und Frösche beginnen im Frühjahr, etwa ab Anfang März, mit der Wanderung aus ihren Winterquartieren im Wald Lindhoop südlich der Landesstraße hin zu ihren Laichplätzen auf der anderen Straßenseite. Dabei stellt die vielbefahrene Landesstraße, kurz hinter der BAB-Anschlussstelle Verden-Ost, eine große Gefährdung dieser geschützten Amphibien dar.

Durch die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis Verden wird hier ein Schutzzaun aufgestellt. Mit Hilfe von eingegrabenen Fangeimern versuchen dann engagierte Naturschützer die Krötenwanderung zu unterstützen. Die eingefangenen Kröten, Frösche und Molche werden morgens eingesammelt, gezählt und von Betreuern sicher über die Straße gebracht.

Für diese Tätigkeit suchen wir noch weitere engagierte Helferinnen und Helfer. Die BUND-Kreisgruppe Verden bittet alle Interessierten, ob Mitglied oder andere Naturfreunde, um Mithilfe! Wer sich bei dieser Aktion zum Schutz der Frösche und Kröten im Frühjahr gerne aktiv beteiligen möchte, kann sich bei Udo Paepke, Verden, Tel. 04231-73397 melden.

 

 

Nackt und nass und manchmal quakt´s

Großaufnahme eines Frosches
Foto: W. Willner

Wer kennt sie nicht, diese Verwandlungskünstler: Sowohl im Wasser als auch an Land sind sie zu Hause, und manche machen sich durch lautes Quaken bemerkbar.

Frösche, Kröten und Unken, Molche und Salamander gehören zur faszinierenden Welt der Amphibien, auch Lurche genannt. Insgesamt gibt es 21 heimische Arten.

Vor allem während der Laichzeiten sind die Lurche in Gefahr: Jedes Jahr werden Tausende Kröten und Frösche während ihrer Wanderungen Opfer des Straßenverkehrs.

Aber nicht nur der Verkehr bedroht die Amphibien: Noch problematischer ist die Zerstörung von Lebensräumen und Laichgewässern und die zunehmend eintönige Landschaft. Denn die Lurche können langfristig nur überleben, wenn ihre Lebensräume erhalten bleiben. Der Alpen-Kammmolch und die Rotbauchunke sind unmittelbar vom Aussterben bedroht, mancherorts sogar schon verschwunden. Viele andere Populationen sind bedenklich zurückgegangen. Wie stark die verschiedenen Arten bedroht sind, belegt die Rote Liste.



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Weisheiten...

Alexander von Humboldt, Naturforscher, 1769 - 1859, immer noch...

> aktuell zum Thema Welthunger und Zerstörung des Regenwaldes für Viehfutter- und Biospritpflanzen-Anbau:

"Dieselbe Strecke Landes , welche als Wiese, d. h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren."

> aktuell zum Thema 'Tierschutz' in Tierfabriken und Versuchslaboren und unsere Gleichgültigkeit:

"Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren, es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintlich hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Geschöpfen begehen  oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese so genannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstiegs entgegengehen?"

Zit. n.: Tier und Mensch. Betrachtungen einer Beziehung, hrsg. von Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg e.V., 8. erw. u. akt. Aufl., Berlin 2008, S. 82